Verbindersysteme

Kraftübertragung mit System

Der moderne Ingenieurholzbau bietet eine große Vielfalt an möglichen Verbindungsmitteln. An erster Stelle stehen dabei die sogenannten stabförmigen Verbindungsmittel. Dabei handelt es sich in erster Linie um Nägel, Holzschrauben, Bolzen, Stabdübel, etc.

Anschlusspunkte mit stabförmigen Verbindungsmitteln kommen im Ingenieurholzbau am häufigsten vor. Dabei spielen vorallem Stabdübel und Passbolzen eine wichtige Rolle. Diese Verbinder machen in Kombination mit Schlitzblechen sehr leistungsfähige Verbindungen möglich. Neben diesen klassischen Anschlüssen werden sogenannte Vollgewindeschrauben immer häufiger eingesetzt. Vollgewindeschrauben sind Holzschrauben mit einem durchgehenden Gewinde, über welches axiale Lasten gut eingeleitet werden können. Mit diesen Schrauben lassen sich Verbindungen ohne aufwändige Stahlteile herstellen, sie werden aber auch bei der Ertüchtigung von klassischen Verbindungen oder der Sanierung eingesetzt.

Eine weitere Technologie gewinnt seit einigen Jahren immer mehr an Bedeutung. Der Holz-Beton-Verbundbau. Auch hier werden spezielle Verbindersysteme benötigt, die den Beton schubfest mit dem Holz verbinden und beide Baustoffe ideal zum Tragen bringen.

Moderne Klebetechnologie
Eine besonders zukunftsträchtige Verbindungsgruppe bilden geklebte Verbindungen. Hier gibt es sowohl Holz-Holz Verbindungen als auch Holz-Stahl Verbindungen. Diese Anschlüsse zeichnen sich durch eine besonders hohe Steifgkeit aus und begünstigen so das Verformungsverhalten von Konstruktionen im Ingenieurholzbau. Beispiele hierfür sind eingeklebte Gewindestangen oder Lochbleche sowie Generalkeilzinkungen und geglebkte Verbindungen mit Holzwerkstoffen.

Eine immer häufiger eingesetzte Technologie ist der Holz-Beton Verbundbau. Hier werde die beiden Werkstoffe entsprechen ihrer Eigenschaften optimal genutzt - Holz im Zugbeanspruchen Bereich und Beton in der Druckzone. Dieses System in neben dem Wohnungs- und Industriebau vorallem für den Holzbrückenbau interessant. So kann mit der Betonplatte das Holz direkt konstruktiv geschützt werden. Hier kommen meist geklebte Verbindungsmittel zum Einsatz, die den Verbund zwischen Holz und Beton schaffen.

Bei der Umsetzung von Holzbauprojekten ist eine sinnvolle Auswahl der Verbindungsmittel schon in der Planungsphase notwendig. Je nach Projekt gilt es Anforderungen und Möglichkeiten zu analysieren und eine durchgängige Lösung zu Entwickeln. Schaffitzel+Miebach kann in diesem Bereich auf umfangreiche Erfahrungen zurückgreifen und durch die Kooperation die Faktoren Leistungsfähigkeit, Kosten und Ausführbarkeit optimal einschätzen. Dabei gilt es nicht nur auf Bewährtes zu setzen, sondern auch Neuerungen und Innovationen stets zu berücksichtigen.